Von der Eifel nach Haguenau

Nach der gelungenen Generalprobe einer mehrtägigen Tour mit Elli und Emma an Mosel und Ardennen, sind wir bereit für eine längere Tour. Ende September war eine ganze Woche gutes Wetter vorhergesagt und das Ziel war ausgemacht: Der Elsass.

Tourplanung

Erster größerer Einsatz für das kurz zuvor gekaufte Navi, ein Garmin Zumo 345LM. Ich experimentiere mit Routen-Erstellung über kurviger.de und anschließendem Import ins Garmin vs. Verwendung der Software Garmin Base Camp, die erschreckend langsam ist und gerne mal abstürzt. Ich entscheide mich für die erste Variante.

Jason McLibbocSpätere Routenplanungen habe ich mit Base Camp gemacht. Ich bin noch nicht sicher, welche Variante nun besser ist, ich bin immer noch im Experimentierstadium.

Vergleich geplante Route (links) mit gefahrener Route (rechts).

Wie sich herausstellen wird, werden wir uns ohnehin nicht genau an die geplante Route halten.

1. Tag: Von der Eifel nach Haguenau

Die Tour startet bei recht diesigem Wetter. Der erste Abschnitt ist Teil unserer Hausstrecke, durchs Ahrtal bis Adenau.

Bei Daun zickt das Navi und schickt uns erst nach Daun hinein, dann auf die Autobahn, obwohl diese zu vermeiden explizit angesagt war und dann in einem großen Bogen zurück auf die eigentlich geplante Route.

AvatarErstaunlicherweise wird das Navi bei einer späteren Fahrt nach Daun an fast derselben Stelle erneut spinnen – vielleicht liegt es also an Daun?

Bei Kröv an die Mosel und hinter Bernkastel-Kues in den Hunsrück.

Blick ins Moseltal.
Blick ins Moseltal. Etwas weiter links.

Durch den Hunsrück mit seinen eindeutig zweideutigen Angeboten am Wegesrand bis zu einer Rast in Birkenfeld. Dort gestaltet sich das Besorgen von Bargeld ungeahnt schwierig, wird aber schließlich bewältigt.

Rast in Birkenfeld.

Bald hinter Birkenfeld beginnt – um mal Silencer zu zitieren – auf einer Fläche so groß wie das Saarland, das Saarland.

Ein Senffeld im Saarland.
Senf ist ja der Raps des Herbstes.
Blick in die andere Richtung.

Frankreich heißt uns mit seinem Parc Naturel Régional des Vosges du Nord willkommen und wir steuern Elli und Emma durch die Pays de Bitche mit Citadelle, Kasernen und Truppenübungsplätzen.

Citadelle de Bitche.

Als Tagesziel hatten wir Windstein eingeplant, aber nicht vorher gebucht, weil wir flexibel bleiben wollten. Nun – wer hätte es gedacht – dieses Hotel-Restaurant mitten im Nirgendwo ist an diesem Tag der Nachsaison ausgebucht. Also zu Plan B übergehen und weiter nach Haguenau.

Kein Platz für uns in Windstein.

In Haguenau angekommen, wird im Navi nach POI Übernachtung gesucht. Die Zimmersuche bei Einbruch der Dämmerung hat begonnen.

Haguenaus Einbahnstraßen.

Ein Gewirr von Einbahnstraßen lässt uns den ersten Versuch abbrechen und ein neues Ziel wird eingegeben. Das Hôtel-Restaurant à l’Etoile findet das Navi ohne Probleme. Mit unseren exzellenten Französischkenntnissen radebrechen wir mit der Bedienung, dass wir übernachten möchten. Quarante-sept Euro fürs Doppelzimmer klingt erst mal erfreulich günstig. Und unser Abendessen gibt es in dem gut besuchten Restaurant – Samstags geht der Elsässer aus essen.

Pepe ist platt. Wir auch.

Das Zimmer ist zwar günstig, dafür aber auch unterirdisch schlecht: Die Matratze weich und durchgelegen, das Bad ist wenig funktional und dicht an der Grenze des Ekelerregenden und die Putz-Kolonne im Restaurant unter uns zelebriert lautes Tisch- und Stühlerücken bis 2:30 Uhr morgens – warum!?!

Unausgeruht und griesgrämig stehen wir am nächsten Morgen vor verschlossener Tür zum Restaurant, erst über eine halbe Stunde nach der am Vorabend genannten Zeit ist die Tür endlich nicht mehr abgeschlossen und wir bekommen Kaffee, Baguette und Marmelade als Frühstück für 14 Euro. In Summe hat uns Übernachtung mit Frühstück also 61 Euro gekostet, in einer der schlechtesten Unterkünfte, in der wir je waren.


Erste Tagesetappe.

Tagesetappe: 334 km – 👍🏼 – Eifel – Mosel – Hunsrück – Saarland – Pays de Bitch – what’s not to like?

Unterkunft: Hôtel-Restaurant à l’Etoile, ⭐️⭐️ – 👎🏻 – 61,00 Euro DZ mit Frühstück.

Unterbringung Mopeds: Zunächst parken wir die beiden hinter dem Hotel, aber dann spricht uns ein Herr (der Besitzer?) an, ob wir übernachten würden. Als wir dies bejahen, zeigt er auf eine Art Scheune, wo die Mopeds überdacht parken können – 👍🏼

Jason McLibboc Verfasst von:

Honda NC 750X (2016)

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